Datenschutz 2018

Die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gilt ab Mai 2018 und führt zu wesentlichen Veränderungen, was die Verarbeitung von personenbezogenen Daten betrifft.

Die verschärften Anforderungen für den Datenschutz betreffen vor allem das Verhältnis Unternehmen zu Verbraucher (B2C). Hier gibt es teils drastische Änderungen. Im Verhältnis Unternehmen zu Unternehmen (B2B), also den Kontakten die wir anbieten, gibt es kaum Änderungen und wichtige Ausnahmen:

  • Ausnahme 1: Bestandskunden (§ 28 Absatz 3 Satz 2 Nr. 1 BDSG)

    Es bleibt dabei: Bestandskunden können auch ohne Einwilligung angeschrieben werden. Die Hinzuspeicherung weiterer Daten ist erlaubt. Das bedeutet für Sie, dass Sie beispielsweise Ihren Kundenstamm mit weiteren externen Daten ergänzen dürfen.


  • Ausnahme 2: Allgemein zugängliche Verzeichnisse (§ 28 Absatz 3 Satz 2 Nr. 1 BDSG)

    Die Nutzung von Daten aus öffentlich zugänglichen Verzeichnissen ist rechtlich erlaubt. Da alle Informationen von wer-zu-wem aus öffentlich zugänglichen Quellen stammen ist die Nutzung unproblematisch. Auch erlaubt ist die Hinzuspeicherung weiterer Daten. Also die Ergänzung der Adressen um telefonisch erfragte Entscheider-Kontakte.


  • Ausnahme 3: Werbung an Unternehmen (§ 28 Absatz 3 Satz 2 Nr. 2 BDSG)

    Grundsätzlich ist Werbung im Bereich B2B weiterhin erlaubt. Allerdings darf diese Werbung nur unter der beruflichen Anschrift erfolgen. Nicht erlaubt ist hingegen die Hinzuspeicherung weiterer Daten zum Ansprechpartner wie beispielsweise die persönliche E-Mail-Adresse oder die Speicherung der privaten Anschrift.

    Eine Einschränkung gibt es auch hier: Wenn ein Unternehmen ausdrücklich keine Werbung wünscht, sollten Sie dieses Unternehmen auch nicht anschreiben. Alle Adressen bei entscheider-kontakte.de berücksichtigen dies bereits. Sie bekommen von uns keine Adresen, die explizit angegeben haben KEINE WERBUNG. Somit sind die bei uns auf der sicheren Seite.


  • Ausnahme 4: Spendenwerbung (§ 28 Absatz 3 Satz 2 Nr. 3 BDSG)

    Weiterhin ausgenommen von den strengen Regeln sind steuerbegünstigte Spendenorganisationen (wobei die Gemeinnützigkeit gegeben sein muss).


  • Keine Änderung (§ 7 UWG)

    Die zweite immer wiederkehrende Frage ist die was überhaupt erlaubt ist. Ganz wichtig: Wettbewerbsrechtlich ändert sich kaum etwas. Um es kurz zu machen. Grundsätzlich bleibt es dabei: Postwerbung ist generell erlaubt. Telefonische Anrufe sind im Bereich B2B (also Unternehmen zu Unternehmen) dann erlaubt, wenn ein mutmaßliches Interesse besteht. Dann geht der Gesetzgeber davon aus, dass eine mutmaßliche Einwilligung vorliegt. Das ist allerdings ein dehnbarer Begriff. Einen Kunden anzurufen und einen Radarwarner zu verkaufen fällt sicherlich nicht darunter. Aber einen Autohändler anzurufen und eine Software für Autohäuser zu verkaufen, ist dann schon unbedenklicher.


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